• Exist 2 Inspire - Kapitel 3
Autobiografie in Motion (Teil 03)
The Hardy Boyz: Exist to Inspire
Das Leben der Jungs - Part 1



Kapitel: Mutter
Matt und Jeff Hardy schreiben...

Matt: Unsere Mom, Ruby Moore Hardy, war eine großartige Lady. Sie rauchte nicht, sie trank nicht. Sie war eine unglaublich liebreizende Frau, die uns dazu erzogen hat an die traditionellen Werte zu glauben.

Jeff: Sie war wie ein perfekter Mensch. Sie liebte es am Sonntag zur Kirche zu gehen, sie war sehr athletisch - ein großer Softball Fan und eine Meisterschafts- Bowlerin. Ich glaube daher haben wir unsere große Liebe für den Sport.

Matt: Als wir klein waren wurde unsere andere Grandma - Dad's Mutter - krank und konnte nicht mehr alleine sein, also nahmen wir sie zu uns. Unser alter Herr richtete ein Zimmer für sie her und sie wohnte eine Weile bei uns. Beide, er und unsere Mom, kümmerten sich um sie. Es war ein so großes persönliches Opfer, sich die Zeit zu nehmen, um sich um jemand anderen zu kümmern. Viele Leute machen das, aber als Kind realisiert man nicht, wie wertvoll Zeit ist, das kommt erst später.

Jeff: 1986, als ich neun und Matt zwölf Jahre war, wurde bei Mom ein Hirntumor diagnostiziert. Ich konnte nicht verstehen, warum das einer so wundervollen Frau passieren muss. Warum mußte gerade sie Krebs bekommen?

Matt: Als sie anfangs krank wurde, glaubte ich nicht, dass sie sterben würde, weil so etwas gewiss nicht uns passieren würde. Wir waren eine gute Familie. In dem Alter, wenn Du keine Ahnung hast, wie das wirkliche Leben ist, denkst Du einfach, dass Deine Mom und Dein Dad immer da sein werden. Selbst als sich ihr Gesundheitszustand verschlechterte, glaubte ich, alles wird gut. Doch dem war offensichtlich nicht so.

Jeff: Ich erinnere mich, wie sehr ich es gehasst habe, in das Krankenhaus zu gehen, um sie zu besuchen. Bis heute hasse ich den Gestank und Geruch in Krankenhäusern. Obwohl dort soviel Gutes getan wird, hat es für mich einfach etwas Schlechtes. Ich wünschte, dass alle Leute auf der Welt immer gesund sein könnten. Wir waren so glücklich, und wenn wir Leute treffen, die unheilbar krank sind, wie die ''Make-A-Wish-Kids'', dann erinnert es uns daran, dass es nichts kostbareres im Leben als die Gesundheit gibt.

Matt: Es war beinahe ein Jahr, nach dem Tag an dem sie Ihre Diagnose erhielt, dass sie starb.

Jeff: Wir drei waren bei ihr als sie starb. Zurückblickend war es gut, dass wir in ihrem letzten körperlichen Moment auf Erden noch bei ihr sein konnten. Ich erinnere mich daran, auf den Monitor, an dem sie angeschlossen war, gesehen zu haben, während die Linien sich immer weiter voneinander entfernten. Als es schließlich in eine flache Linie überging brachen wir alle in Tränen aus.

Matt: Das war das erste Mal überhaupt, dass wir unseren Vater weinen sahen. Er war immer so stark gewesen. Mom war der süße, nette Elternteil und Dad war der Vollstrecker. So sieht eine altmodische Südstaaten-Familie aus, und wir waren definitiv die Verkörperung so einer Familie. Wenn es etwas gab, vor dem wir Angst hatten oder etwas, von dem wir wussten, dass es uns vielleicht in Schwierigkeiten bringen würde, sind wir immer zuerst zu ihr gegangen.

Jeff: Wir waren so viel enger mit ihr verbunden als mit unseren Dad, weil er so streng war. Mit Mom gab es ein simples Band aus Liebe.

Matt: Es traf mich nicht vollständig, bis ich den offenen Sarg in der Kirche sah. Das machte mir bewusst, dass Mom gegangen war. Ich ging rückwärts aus der Kirche, sah auf ihre Silhouette, die Seite ihres Gesichts im Sarg und realisierte: "Das ist das allerletzte Mal, dass ich sie sehen werde". Ihr Tot war wirklich hart für mich, vor allem da ich gerade an dem Punkt war, eine richtige Beziehung zu ihr zu entwickeln. Es ist wirklich cool, wenn Du älter und erwachsen wirst, und Deine Eltern einfach nur Eltern sind. Sie werden so was wie Deine Freunde und Du kannst mit ihnen kommunizieren. Keiner von uns hat dies mit unserer Mom gehabt, was wirklich übel ist.

Jeff: Wenn ich zurückblicke, wie sich alles entwickelt hat, bin ich nicht sicher ob alles auch passiert wäre, wenn sie gelebt hätte. In vielerlei Hinsicht begann unsere ganze Verrücktheit nachdem unsere Mom starb.

Matt: Dem Tot in diesem Alter ins Auge zu blicken, hat uns desensibilisiert. Wir haben die für uns engste Bezugsperson auf der ganzen Welt verloren und kamen damit zurecht. Nach einer Erfahrung wie dieser, war der Tot nicht mehr so angsteinflössend und schockierend, wie für Leute die nicht gezwungen waren damit umzugehen.

Jeff: Sowohl Matt als auch ich haben das Gefühl, dass Mom auf uns herunter schaut. Sie sieht alles, was wir erreicht haben und alles war wir tun und sie ist wirklich stolz auf uns. Zu wissen, dass sie unsere Leben beobachtet, war immer eine große Inspiration für uns beide.

Matt: Wir versuchen immer noch ihre guten Qualitäten fortzuführen. Wir beide wollen sie stolz machen. Etwas über uns, von dem wir denken, dass es unsere Fans mit uns verbindet ist, dass wir beide gute Menschen sind. Ihr Einfluss hat definitiv zu einem sehr großen Teil dazu beigetragen. In einer Welt, in denen es wahrscheinlich mehr miese Menschen als gute Menschen gibt, bin ich stolz darauf, einer der guten zu sein...


Weiter zu Kapitel 4


Copyright © 2003 The Hardy Boyz & World Wrestling Entertainment, Inc.
Übersetzung: 2003 by Gillimaus - German Hardy Boyz Fanteam


ZURÜCK NEU LADEN VOR